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Solarthermie

Thermische Sonnenkollektoren sind eine der effektivsten Technologien zur Gewinnung von Sonnenenergie. Die einfachste Form sind die Flachkollektoren. Sie bestehen aus verglasten Kästen, in denen schwarz lackierte oder galvanisch behandelte Bleche der Sonne ausgesetzt werden. Die von den Blechen eingefangene Wärme wird durch wasserdurchströmte Rohrleitungen vom Kollektorblech weggeführt. Das erhitzte Wasser fließt in Speichertanks, wo die Wärme bei Bedarf zur Gebäudeheizung oder für die Erhitzung von Brauchwasser zu Verfügung steht. Möchte man Brauchwasser erhitzen, besteht das System aus zwei getrennten Wasserkreisläufen, da die Kollektoren im Winter mit entsprechenden chemischen Zusätzen vor Frost geschützt werden müssen. Andere marktübliche Systeme sind Vakuumröhrenkollektoren, in denen die durchströmten Rohre in evakuierten Glasröhren liegen. Es gibt auch Systeme in denen Vakuumröhrenkollektoren mit größeren Parabolspiegeln kombiniert werden, die mit der Sonne mitgeführt werden. So wird die Sonneneinstrahlung immer optimal auf den Kollektor konzentriert.

Die Effizienz liegt bei modernen High-Tech-Produkten bei bis zu 90% der einfallenden Sonnenenergie. Bis nach Dänemark hinauf kann bei Neubauten bis zu 70% des jährlichen Wärmebedarfs  abgedeckt werden, bei Altbauten sind es ca. 40%. Reicht die Sonne einmal nicht aus, kann der Speichertank zur Not mit (Nacht-)Strom und z.B. einer Wärmepumpe nachgeheizt werden - was unter dem Strich oft günstiger kommt als einen in der Anschaffung teuren Brenner beizustellen - oder man bedient sich eines vorhandenen Kachelofens oder offenen Kamins, der sich recht einfach mit einer Heizwendel nachrüsten läßt.

Wie sich schon andeutet: Wer mit Solarthermie heizen möchte steht vor einem Dilemma. Entweder man entscheidet sich für High-Tec von der Stange und nimmt die dazugehörige staatliche Förderung mit. Dann hat man eine optimale Ausbeute an Wärme, aber immerhin noch Kosten von ca. 10.000 € für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Oder man entscheidet sich für eine lowtec-Variante. Wie weit man da gehen will ist dem Bauherren überlassen. Möglich ist es Kollektorflächen aus recycelten Flachheizkörpern zu bauen, einen ausgedienten 200 Literboiler als Wärmespeicher für die Brauchwassernutzung zu installieren. Umwälzpumpen erübrigen sich, wenn man den Speicher oberhalb der Kollektoren montiert und die Rohrleitungen so dimensioniert, dass ein Naturumlauf entsteht. Die teuren Pufferspeicher für Gebäudeheizung lassen sich oft durch ein geschicktes Einbeziehen der Gebäudesubstanz ersetzen. Z. B. sind Wandheizungen in Kombination mit Lehmarchtiektur exzellente Wärmespeicher, die zwar keine Jahreszeiten überbrücken können, aber doch ein paar kältere Tage in der Übergangszeit.

Das von Aquarius Technologies für Neubauten entwickelte Hot Pipe System zur Wärmespeicherung vereint viele Vorteile, auf die man beim Heizen achten sollte:
- angenehme Strahlungswäre und hohe Ästhetik durch die im Wohnbereich integrierten Speicherröhren
- niedrige Kosten durch "of the shelf" Komponenten, die ohnehin in Millionenauflagen hergestellt werden.
- geringstmögliche Wärmelogistik durch eine Speicherung an dem Ort, wo die Wärme später auch gebraucht wird.
- Wärmeregulierung durch flexible Vakuumtechnik.
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