Photovoltaik
Die Photovoltik (Solarzelle) war lange Prestigeprojekt und Hoffnungsträger Nr. 1 unter den regenerativen Energien, so dass sie einen Großteil der staatlichen Förderungen und Marktanreiz-Programme verschlungen hat und verschlingt. Ausgangspunkt war die monokristalline Silizium-Zelle, in der zwei unterschiedlich dotierte (mit Fremdatomen gespickte) Siliziumschichten die Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom verwandeln. Da elementares Silizium in der Herstellung extrem kosten- und energieintensiv ist, war die Umweltbilanz in der Anfangszeit bei ehrlicher Betrachtung grottenschlecht. Inzwischen ist die Technologie ein wenig gereift, und es reichen dünne aufgedampfte Schichten auf Glas, um die Sonne direkt zu verstromen. Allerdings sinkt bei diesen dünnschichtigen Zellen der Wirkungsgrad von den hart erkämpften 20 bis maximal 25% wieder auf 8-11%, so dass die Energieausbeute bezogen auf die Fläche relativ gering ist.
Strom aus Sonnenenergie lohnt sich in erster Linie als Insellösung, wenn kein öffentliches Netz vorhanden ist. Für Elektro-Boote, abgelegene Gehöfte, technische Einrichtungen wie z.B. Geräte zur Verkehrsüberwachung. Aber auch hier bleibt das Problem der Energiespeicherung. Batterien sind teuer, wartungsintensiv und nicht unbedingt umweltfreundlich in der Entsorgung. Andere Möglichkeiten der Energiespeicherung sind zur Zeit noch nicht marktreif.
Auf der anderen Seite ist die staatliche Förderung mehr als größzügig. Zu den diversen Zuschüssen bei der Anschaffung der Kollektoren (vorsicht: manche Bundesländer sind pleite und haben die Förderung eigestellt!) wird ins öffentliche Netz eingespeister Solarstrom von allen regenerativen Energien mit bis zu 62,4 Cent/Kilowattstunde am stärksten gefördert.