Klein- und Pflanzenkläranlagen
Die meisten bundesdeutschen Häuser und Haushalte sind an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Für Alleinlagen auf dem Lande und manche Gemeinde in den neuen Bundesländern gilt das nicht. Hier müssen individuelle Lösungen her. Das einfachste ist die gute alte Güllegrube, die regelmäßig abgepumt werden muß. Ein einfacher Kunststofftank reicht. Die Entsorgung, wird man nach einiger Zeit feststellen, ist auf diesem Wege recht teuer.
Die zweite Variante ist das Kleinklärwerk, in dem das Wasser vom Abwasser in vier hintereinanderliegenden Klärstufen getrennt wird, und dann in eine Sickergrube geleitet werden darf. So wird das Volumen dessen, was kostenpflichtig entsorgt werden muß, erheblich reduziert.
Eine Alternative zur Kleinkläranlage ist die Pflanzenkläranlage, in der das Abwasser nach drei Klärbecken in Schüben in einen Pflanzenteich geleitet wird, und zwar zielgerichtet unter die Wurzen einer bestimmten Schilfsorte. Dort werden alle Seifen, Waschmittel und sonstigen Stoffe abgebaut. Ein solcher Klärteich muß nur regelmäßig bezüglich seiner Wasserqualität überprüft werden, und nach 20 Jahren einmal komplett erneuert werden.